Persönliches über Roland Hagner

Roland HagnerIm Frühjahr des Jahres 1991 hatte ich erste Mal Kontakt mit dem Westernhobby. Von der Welt und dem Leben der Indianer war ich total begeistert und wollte in meiner Freizeit mehr über deren Leben und Alltag erfahren. Zwei Jahre später bin ich dann in „meinen Verein“ den –Trapper und Indianerfreunden Nbg. e.V- eingetreten. Inzwischen hatte ich begriffen, dass ich keinen Indianer darstellen konnte und schlug einen anderen Weg ein. Einen Fallensteller, bzw. Mountain Men konnte ich ohne weiteres darstellen. Das Interesse einen Indianer darzustellen war somit eigentlich „gegen Null“ gesunken. Ich entwickelte eine besondere Zuneigung für die Zeit in der geographische Entdeckungen im „frühen“ Amerika gemacht wurden. Theoretisches Wissen auf diesem breitgefächerten Gebiet habe ich mir durch sehr viel Lesen angeeignet. Durch sehr viele Gespräche und Diskussionsrunden fand ein Wissensaustausch statt, sodass etwas vom gelesenem verbessert, bzw. korrigiert und hinzugefügt wurde. Doch hatte ich auch verstanden, dass Indianer und Mountain Men wenigstens eine Gemeinsamkeit hatten. Es war die Verzierung ihrer Kleidung und Ausrüstungsgegenstände. Für mich als „amerikanischer Mountain Man“ war es rein von der Entwicklung der Verzierungstechniken einfacher mich mit dem Quillen zu beschäftigen als mit Perlenarbeiten Mit Perlenverzierungen hatte ich auf Grund der vielen Farben und Größe schon in meinen „Anfangstagen“ als Indianer meine Probleme. Mir war es somit von Beginn an nur zu Recht mit Quill zu Arbeiten. Dabei bestand ich von Beginn an darauf, dass die Borsten mit Naturprodukten gefärbt wurden. Somit wurde das Quillen, neben dem Pelzhandel zu meinem besonderen Interesse. Es hält mich seit meinem Einstieg in das Hobby gefangen und fasziniert mich mit jeder Arbeit auf das neue. Im Laufe der Zeit machte ich in den verschiedenen Museen mit Ausstellungen über die Indianer viele Besuche und konnte somit „live“ sehen welche Gegenstände die „alten Indianer“ wie verziert haben. Meine Aufmerksamkeit richtete sich dabei auf die Farben der Borsten, Muster und die „Qualität“ der Arbeiten. Aufnahmen von Gebrauchs- und Ziergegenständen in Fachbüchern und Fachzeitschriften erweiterten mein theoretisches Wissen. Die Praxis beim Quillen gewann ich mir durch viele Dinge die ich bequillte.

Das Färben mit den hier in Deutschland zur Verfügung stehenden natürlichen Färbemitteln war eine Sache die mit vielen Niederschlägen verbunden war. Auch war und ist es eigentlich noch immer ein Problem an jene Naturprodukte zu kommen mit denen amerikanische Hobbyisten ihren Quill einfärben. Im Laufe der Zeit konnte ich durch viel Suchen und Experimentieren erfahren wo und welche Naturprodukte hier in Deutschland zur Verfügung stehen mit denen man den Quill einfärben konnte.